Brasil

“Eisenerz, Reise ohne Rückkehr: vom brasilianischen Amazonien bis zur deutschen Autoindustrie“, ist der Titel eines Films, der von der “Rede Justiça nos Trilhos” gefördert und von Misereor finanziert wurde. Misereor ist eine Organisation der deutschen Bischofskonferenz, die sich seit fünfzig Jahren bemüht, die Armut in Afrika, Asien und Lateinamerika zu bekämpfen. Der 25 Minuten dauernde Film erzählt vom Alltag der Gemeinschaften, die unter den Auswirkungen vom “Programa Grande Carajás” leiden, des größten Erzbergwerkes der Welt in den brasilianischen Bundesstaaten Maranhão und Pará.

Misereor unterstützt die Projekte von “Rede Justiça nos Trilhos”, eines gemeinschaftlichen Netzwerkes, das von den Eisenerzprojekten Nordbrasiliens betroffen ist: Organisationen, Hirtengruppen, soziale Bewegungen, Forschungsgruppen, die sich für den Umweltschutz in jener Gegend einsetzten. Dieses Netz wird auch von den Comboni-Missionaren unterstützt.

Der Dokumentarfilm beschreibt die Förderung und den Transport des Eisenerzes von Serra de Carajás, im Staat Pará, bis zum Hafen von São Luís, im Staat Maranhão. An die hundert Gemeinschaften sind in Mitleidenschaft gezogen und leiden an den Folgen des Mineraltransports: Vertreibung von Familien, Verschmutzung von Atmosphäre und Umwelt, Unfälle.

Deutschland bezieht über fünfzig Prozent des benötigten Eisenerzes von Brasilien, die deutsche Autoindustrie hat jedoch kein Interesse zu untersuchen, ob durch den Transport von Rohmaterial Menschenrechte verletzt oder die Umwelt geschädigt wird.

Der Film wirft Fragen auf, provoziert und weist auf neue, gemeinsame Strategien bei der Gewinnung von Eisenerz hin.